Tragbare Orgeln

Orgel to go

Sie sind die kleinen Geschwister der großen, fest eingebauten Orgeln: bewegliche, sogenannte Truhenorgeln. Zwei bis vier Personen können diese Kleinorgeln tragen.  An vielen Orten Hamburgs findet man sie, ob in der Kirche der evangelisch-lutherischen Kirchengemeinde Volksdorf, in St. Gertrud in Uhlenhorst oder der Johanneskirche Rissen. 

 

Orgelbild auf dem Genter Altar. Foto: Wikimedia
Truhenorgel von außen. Foto: Mathias Mebold

Die Holländer nennen diese Instrumente „Kistorgel“, weil alle Bauteile auf kleinstem Raum in einer Kiste stecken: Pfeifen, Motor und Spielmechanik. Dieser Kompaktorgelbau in Perfektion begrenzt die verfügbare Zahl an Pfeifen. Je nach Größe lassen sich Truhenorgeln aber durchaus konzertant einsetzen. Gespielt werden sie vor allem zur Begleitung in barocker Musik. Mit einer Truhenorgel kann man mitten im Orchester sitzen, gut sehen und vor allem gut hören

Früher waren sogar tragbare Orgeln, sogenannte Portative, in Gebrauch. Mit ihnen wurden Prozessionen begleitetet. Berühmte Bilder zeigen die heilige Cäcilia mit so einer mobilen Orgel auf dem Arm. Auch das Orgelbild des spätmittelalterlichen Genter Altars der Brüder van Eyck ist sehr bekannt. Findige Orgelforscher haben diese Orgel mit Hilfe modernster Technik sogar so rekonstruiert, dass sie tatsächlich spielt.

Truhenorgel von innen. Foto: Mathias Mebold

 Text: Hans-Jürgen Wulf

Headerbild: Cäcilia mit Orgel, etwa 1500. Foto: Wikimedia

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