Welte-Funkorgel des Norddeutschen Rundfunks

Perfekt für ernste und heitere Musik

Die außergewöhnliche Welte-Funkorgel steht seit 1930 unverändert an ihrem Platz im Hamburger Funkhaus. Sie zählt zu den größten Theater- und Kinoorgeln Europas.   Ihre speziellen Register, Tremulanten und besonders dynamische Schweller sorgen für enorme symphonische Klangmöglichkeiten. Sehr bekannt geworden ist die Welte-Funkorgel durch den Rundfunkorganisten Gerhard Gregor (1906-1981) und seine regelmäßigen Liveübertragungen im Radio.

Eckdaten Orgel

Welte-Funkorgel des Norddeutschen Rundfunks

Ort: Norddeutscher Rundfunk
Rothenbaumchaussee 132
20149 Hamburg
Erbauer: Welte & Söhne, Freiburg im Breisgau
Baujahr: 1930
Anzahl der Pfeifen: 2.014
Registeranzahl: 128 ausgezogen aus 29 Grundregistern (ranks)
Werke: 2 Orgelkammern, aufgeteilt auf 3 Manuale und Pedal
Ergänzung: Typ Multiplexorgel nach dem System Robert Hope-Jones (engl. Theatre-Organ), im Originalzustand erhalten
Bildrechte: Orgelstadt Hamburg e.V. – Fotograf: Alexander Voss
Orgelstadt Hamburg e.V. – Fotograf: Alexander Voss

Die Welte-Funkorgel wurde im Herbst 1930 von Welte & Söhne aus Freiburg/Breisgau in den  großen Sendesaal der damaligen Norag (Nordische Rundfunk Aktiengesellschaft) eingebaut (heute Studio 1 des NDR). Die Idee zu dieser außergewöhnlichen Orgelanlage stammte von dem damaligen Intendanten des Hamburger Funkhauses Hans Bodenstedt (1887 – 1958). Die Intonation der Orgel erfolgte speziell auf das Mikrofon für die Radioübertragungen.

Die Orgel ist nach dem Prinzip des Multiplex-Systems gebaut. Diese Erfindung des englischen Orgelbauers Robert Hope-Jones zu Anfang des 20. Jahrhunderts wurde von Wurlitzer in Amerika aufgegriffen und führte zur speziellen Entwicklung des Typs der Kino- beziehungsweise Theaterorgel. Beim Multiplexsystem wird dieselbe Pfeife mehrfach benutzt, in verschiedenen Registern und auf mehreren Manualen. Die Steuerungen von Klaviaturen, Registern, Schwellern und Tremulanten erfolgen elektro-pneumatisch. 

Die Pfeifen der Welte-Funkorgel stehen aufgeteilt in zwei Kammern hinter und unter der Bühne. Die Kammern haben Öffnungen, die den Klang mehr oder weniger stark durchlassen, je nachdem wie weit die davor angebrachten Jalousien geöffnet werden. 

Zudem hat die Orgel einen imposanten Spieltisch im Studio und eine Kammer mit dem Gebläse zur Winderzeugung. 

Der besondere Klang der Welte-Funkorgel hat seine Ursachen in den Jalousieschwellern, in den fünf Tremulanten für die ganze Orgel, im hohen Winddruck (etwa doppelt so hoch wie in Kirchenorgeln üblich) und in den Schlaginstrumenten. Unter anderem Glockenspiel, Xylophon oder Große Glocken werden bei Tastendruck elektropneumatisch mit an Bälgchen befestigten Hämmern angeschlagen.

In Hamburg ist die Welte-Funkorgel das einzige Instrument ihrer Art. Sie war von 1930 an bis Anfang der 1960ger Jahre in Livesendungen mit dem Rundfunkorganisten Gerhard Gregor (1906 – 1981) regelmäßig  im Radio zu hören.

Text: Jürgen Lamke

 

Download:

 

 

Booklet Gerhard Gregor Die Welt der Operetten, Filme und Schlager für Internet

 

 

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Michael Baron an der Welte-Funkorgel

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